Die Leidenszeit vor dem Hecht-Saisonstart 2011


von Gregor Babiarz
/ Hybrida Wobbler


Wie jedes Jahr konnte ich auch jetzt den Saisonanfang kaum erwarten. Um diese mühevolle „Leidenszeit“ zu versüßen, habe ich mir auch in diesem Jahr eine Tour auf die „grüne Insel“ gegönnt. Mit von der Partie war „Jerkbait-Papst“ Jürgen Haese und sein jünster Sohn Kevin.

Ziel unserer Reise war Ende April der Lake Corrib, der durch seinen sehr großen Hechtbestand äußerst attraktiv und populär ist. Unsere Guides, die Jungs vom Corrib Predator Team, Jack und Tommy, sind seit zwei Jahren Hybrida-Tester für die irischen Gewässer.

Leider hat es uns auf dieser Tour der Wetterfrosch nicht gerade leicht gemacht. Mit ruhigem Gewissen kann ich sagen, dass dies wettertechnisch einer der schlimmsten Hardcore-Trips meines Lebens war. Extremste Sommertemperaturen von bis zu 26° C (wir schrieben Ende April) und ein Spektrum von 0-er Wind bis zu 12-er Böen. Was soll man da noch dazu sagen?

Trotz der widrigen Bedingungen konnten wir jeden Tag Fische finden und überlisten. An manchen Tagen waren auch ansehnliche Ergebnisse vorzuweisen, an einem Tag sogar 18 Fische im Boot. Jeden Tag ist es uns gelungen, mindestens ein Meterexemplar zu landen.

In der zweiten Mai-Woche ist zur Verstärkung Marc Mihan (Geschäftsführer und Gründer von jerkbait.com) mit seinen Freunden Uwe und Mark angereist (Jürgen Haese war zu diesem Zeitpunkt schon wieder auf einer anderen Geschäftsreise unterwegs). Mich hat zu diesem Zeitpunkt mein Freund Christian Silberer verstärkt.

Wir haben in dieser Zeit recht abwechslungsreich gefischt. Die Hechte waren sehr unsystematisch verteilt, von extremem Flachwasser (unter 1 m) bis zu Wassertiefen von 6 m. Die erfolgreichste Art des Fischens war hier mit Jerkbait (z. B. „J 1“ und „J 2“ beide gleichermaßen erfolgreich bei bis zu 3 m Tiefe) oder unserem neuen Walker „W 1“ (war sehr erfolgreich bei extremem Flachwasser mit starkem Krautbewuchs).

Was sehr positiv war, ist dass wir nur sehr wenige kleine Hechte gefangen haben, was atypisch für irische Seen ist. Die meisten Fische lagen im Bereich von 80 cm bis 100 cm, was uns natürlich sehr viel Freude bereitet hat!

Ich persönlich habe all meine Fische gezählt. Ich schreibe bei ca. 14 Angeltagen (der ein oder andere Tag konnten wir aufgrund der Winde nicht rausfahren) 44 gelandete Fische ab 80 cm. Der größte Hecht war 104 cm. Also keine schlechte Bilanz für die nicht ganz optimalen Bedingungen. Den Rest erzählen euch die Bilder….